Die Geschichte des Erzbergs

Die Geschichte des Erzbergs

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Der Erzberg liegt in den steirischen Stadt Eisenerz in der Gebirgsgruppe der Eisenerzer Alpen. Aufgrund des enormen Eisenerztagebaus stellt der Erzberg auch heute noch die wichtigste wirtschaftliche Grundlage dieser Region dar. Die spannende Geschichte rund um den Erzberg und alles Wissenswerte zum Thema haben wir für Sie in diesem Beitrag zusammengefasst.

Die Entstehung des Erzbergs

Vor ungefähr 450 Millionen Jahren kam es in einem weit ausgedehnten Meeresbecken zu großen geologischen Unruhen und vulkanischer Aktivität. Daraus entstand eine circa 1000 Meter dicke Lavaschicht. Da diese Unruhen lange Zeit anhielten, bildeten sich mit der Zeit kalkige Ablagerungen, bis erneute vulkanische Aktivitäten weitere Unruhen herbeiführten. In der darauffolgenden Gebirgsbildungsphase und aufgrund des Anstiegs der Temperaturen reagierten das Siderit, der Ankerit und der Kalk miteinander, was die vielfältigen Vererzungsbilder hervorbrachte.

Die Sage vom Wassermann

Auf die Frage, wie die Menschen denn das Eisenvorkommen am Erzberg entdeckt haben, wird meist die Wassermannsage erzählt: Der Wassermann lebte in einer Grotte nordwestlich von Eisenerz und wurde von den Bewohnern nahe dem Leopoldsteiner See mithilfe eines pechgetränkten Mantels gefangen. Um sich seine Freiheit wieder zu erkaufen, hatte der Wassermann drei Angebote für die Bewohner. Er bot ihnen entweder Gold für zehn Jahre, Silber für hundert Jahre oder Eisen für immer an. Die klugen Eisenerzer haben Letzteres gewählt, woraufhin der Wassermann ihnen den Erzberg zeigte. Nachdem sie das Erzvorkommen mit eigenen Augen gesehen hatten, ließen sie den Wassermann, wie vereinbart, frei und dieser verschwand sofort in einer Karstquelle, die seither Wassermannsloch genannt wird.

Die Geschichte des Erzbergs

Dem Erzbergwerk in der Stadt Eisenerz wird bereits seit geraumer Zeit ein legendenhaftes Gründungsdatum – das Jahr 712 – zugeschrieben. Urkundlich erwähnt wurde der Erzberg jedoch erst 1171. Vor der Pulversprengung, die im Jahr 1720 begann, erfolgte der Erzabbau in Stollen, die mit Schlägeln und Eisen in den Berg hineingetrieben wurden. Die ersten Sprengungen machte man noch mit Schwarzpulver, bis dieses schließlich vom wesentlich stärkeren Dynamit abgelöst wurde. Heutzutage werden moderne Emulsionssprengstoffe verwendet.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Eisengewinnung einen großen Aufschwung, von dem auch die gesamte Region profitierte. Die Initiative dafür setzte Erzherzog Johann, während der Wiener Professor Franz Xaver Riepl in weiterer Folge den Tagebau förderte.

Der Abbau in Etagen

Der berühmte Erzberg hat eine Höhe von 1466 Metern und insgesamt 24 terrassenartige Etagen. Diese entstanden im Jahr 1890, als der stufenförmige Tagebau eingeführt wurde. Dadurch wurde schrittweise die außergewöhnliche Pyramidenform des Erzberges geschaffen. Während es im Jahr 1970 noch 60 Stufen mit 12 Metern Höhen waren, wurde diese Anzahl im Jahr 1928 auf die Hälfte reduziert. Diese 30 Stufen mit 24 Metern Höhe pro Stufe verleihen dem Erzberg bis heute sein markantes Aussehen. Jede Stufe wurde nach einem Heiligen oder verdienten Bergmann benannt und trägt neben seinem Namen auch die exakte Angabe der Höhenmeter.

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steirischer Erzberg © photo 5000 - stock.adobe.com